Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen die Statistik der Todesursachen in Deutschland weiterhin an. Die Zahl der Todesfälle ist jedoch rückläufig, insbesondere bei Herzinfarkten und Schlaganfällen.
Herz-Kreislauf-Erkrankungen bleiben Todesursache Nr. 1
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes starben im Jahr 2025 rund 334.100 Menschen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Positiv ist aber: Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Rückgang von 1,5 Prozent, im Vergleich zu 2022 fiel die Zahl sogar um 6,7 Prozent.
Deutlicher Rückgang bei Herzinfarkten und Schlaganfällen
Besonders positiv entwickelte sich die Zahl der tödlichen Herzinfarkte: Seit 2022 ging sie um 15,2 Prozent zurück.
Bei Frauen fiel der Rückgang mit 16,8 Prozent stärker aus als bei Männern, bei denen ein Minus von 14,1 Prozent verzeichnet wurde. Verbesserungen zeigten sich in allen Altersgruppen. Besonders deutlich war der Rückgang bei Menschen zwischen 80 und 85 Jahren: In dieser Altersgruppe sank die Zahl der Todesfälle um 30,6 Prozent.
Auch bei zerebrovaskulären Erkrankungen, zu denen unter anderem Schlaganfälle, Hirnblutungen und Hirninfarkte zählen, wurden weniger Todesfälle registriert. Hier lag der Rückgang bei 6,3 Prozent.
Krebs weiterhin zweithäufigste Todesursache
Insgesamt starben 2025 in Deutschland rund 1,01 Millionen Menschen. Das entspricht einem leichten Rückgang von 0,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr und ist bereits das dritte Jahr in Folge mit sinkenden Sterbezahlen.
Nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen folgte Krebs als zweithäufigste Todesursache mit 228.800 Verstorbenen. An dritter Stelle standen Erkrankungen der Atemwege mit 81.200 Todesfällen. Zusammen waren diese drei Krankheitsgruppen für nahezu zwei Drittel aller Todesfälle verantwortlich.
Unterschiede zwischen Frauen und Männern
Bei Frauen war Demenz die häufigste einzelne Todesursache. Es folgten die chronische ischämische Herzkrankheit und Herzinsuffizienz. Bei Männern stand die chronische ischämische Herzkrankheit an erster Stelle, gefolgt von Lungenkrebs und Herzinfarkt.