Start » Alle Beiträge » Das digitale Sprachrohr der Pflege
Wie Pflege-Influencer der Berufsgruppe eine Stimme geben

Das digitale Sprachrohr der Pflege

|von Alexandra Heeser

Zwischen Fachkräftemangel und Jammertal hat sich auf den ­sozialen Plattformen eine Stimme Gehör verschafft: die der Pflege­- Influencer. Sie nutzen Instagram, Facebook und TikTok nicht mehr nur für private Schnappschüsse, sondern als digitales Sprachrohr für die ganze Branche.

Pflegende spricht und erklärt und wird von einem Handy dabei gefilmt.
© ChayTee/stock.adobe.com – Stock photo. Posed by a model

Es gibt immer mehr Pflege-Influencer, die den Spagat zwischen authentischen Einblicken in den Arbeitsalltag einer Pflegekraft und der Leidenschaft für den Beruf wagen. Durch ihre Postings rücken sie den Pflegeberuf in das Bewusstsein der Öffentlichkeit. Sie sind quasi Brückenbauer zwischen Patient*innen, Politik und potenziellem Pflegenachwuchs – und zeigen dabei vor allem eines: Pflege hat ein Gesicht, eine Meinung und jede Menge Charakter. Neben Ricardo Lange und Franzi Bühler, die bereits seit Jahren posten und beide mit jeweils über 220 000 Followern bei Instagram, Büchern und Talkshow-Auftritten zu den bekannteren Namen gehören, gibt es auch Engagement auf den sozialen Netzwerken von anderer Seite – nicht weniger effektiv.

Ein viraler Zufall

Julia Förster ist Pflegekraft und Koordinatorin für ambulante Wohngemeinschaften in einem ambulanten Pflegedienst im Berliner Süden. Sie kam eher zufällig zu ihrer Reichweite auf Facebook, nachdem ein Video von ihr über die Belastung und gleichzeitig die Liebe zum Beruf vor zehn Jahren viral ging.

Ein Kumpel meinte zuvor, sie sei witzig und solle mal eine Facebook-Seite anlegen. So begann alles. „Etwa ein Jahr lang sind mir da Freunde und Familienmitglieder gefolgt. Alles ganz normal“, erinnert sich die sympathische Pflegekraft. Eines Tages, in der Pause nach einem besonders anstrengenden Dienst, hat sich Julia hingesetzt und ein kurzes Video hochgeladen. Der Inhalt: Sie hat die Umstände, unter denen die Profession Pflege arbeiten muss, als nicht mehr tragbar beschrieben und ihren Unmut über das System geäußert. „Ich habe aber auch gesagt, warum ich diesen Job so liebe“, fügt sie hinzu. Erst als sie mehrere Anrufe ihrer Chefin bekam und diese sie fragte, was sie getan habe, ist ihr aufgefallen, was ihr Post erwirkt hatte. „Das TV-Magazin ‚taff‘ hat damals mein Video geteilt, und dann ist es viral gegangen, wie man heute sagen würde“, erklärt Julia. „Plötzlich war ich da. Das war sehr ungewohnt für mich, ich wollte ja auch gar nicht, dass das passiert.“ Es folgten Interviewanfragen, und die Zahlen an Follower*innen auf Facebook stiegen rasant. Zwar sei sie eigentlich ein Social-Media-Muffel, aber die so entstandene Reichweite nutzte sie, um der Pflege ein Gesicht zu geben und zu zeigen, wie schön der Pflegeberuf ist.

Heute bespielt Julia drei Kanäle: Facebook, ihre nach wie vor stärkste Plattform mit über 122 000 Followerinnen, Instagram mit fast 64 000 Followerinnen und TikTok mit etwa 75 000 Followerinnen. Ihre Inhalte sind eine bunte Mischung aus Pflegealltag, Einblick in ihr Privatleben – und Kooperationen. Sie weiß, dass sie anders ist als die anderen typischen Pflege-Bloggerinnen, auch weil sie sehr viel Privates postet. „Ich möchte damit zeigen, dass hinter jeder Pflegekraft auch ein Privatleben steckt und es noch etwas anderes gibt als den Beruf“, erklärt sie und führt aus, dass sie keiner speziellen Contentstrategie folge, sondern viel „aus dem Bauch heraus“ poste – worauf sie eben gerade Lust habe. Ihre Hauptmotivation ist bis heute, das „echte Gesicht“ hinter der Pflegekraft zu zeigen. Humor spielt bei ihr eine große Rolle.

Die schönen Seiten des Berufs hervorheben

Trotz der Belastungen im Pflegealltag treibt sie der Wunsch an, die schönen Seiten des Berufes hervorzuheben und den Klientinnen, Patientinnen, aber auch den Angehörigen und Auszubildenden „ein Lachen zurückzugeben“. Besonders wichtig ist ihr, gerade jungen Menschen zu zeigen, dass Pflege ein „absolut schöner Beruf“ sein kann, der Spaß macht und cool ist.

Julia nutzt ihre Kanäle und ihre Reichweite mittlerweile bewusst als Sprachrohr, um über Probleme im Pflegesystem aufzuklären und Themen wie Überstunden oder mangelnde Wertschätzung anzusprechen. Sie spielt ihre Posts in der Regel auf allen Kanälen aus, passt sie aber an. „Ich weiß, dass meine Community bei Facebook durchschnittlich 15 Jahre älter ist als bei Instagram oder TikTok“, erklärt sie. Zudem ist ihr bewusst, dass die Mischung den Erfolg ausmacht. Während bei Facebook private und berufliche Posts in etwa gleich gut laufen, „lieben es meine Follower*innen gerade auf TikTok sehr, wenn ich Pärchencontent poste, viel Alltag mit meiner Frau zusammen“. Bei Instagram finden vor allem die Posts mit pflegefachlicher Komponente Anklang. Sie nutzt ihre Social-Media-Kanäle aber auch, um Angehörigen, die oft weiter entfernt wohnen, Einblicke in den Alltag der Familienmitglieder zu geben, die sie betreut. Das stoße auf sehr positive Resonanz und sei natürlich alles datenschutzrechtlich abgesichert.

Besonders ist, dass Julia ihrer Community auch immer wieder ein Dankeschön zurückgibt und Gewinnspiele veranstaltet, die sie teilweise sogar aus ihrer eigenen Tasche finanziert. „Seit sechs Jahren verlose ich vor Weihnachten immer Weihnachtspakete, die ich selbst finanziere, um mich bei meinen Follower*innen zu bedanken. Es gibt auf meinem Account aber auch Gewinnspiele, die von Firmen gesponsert werden. Gerade in dem Bereich mache ich viel für Kinder. Ich möchte Familien unterstützen, denen es nicht so gut geht, und etwas zurückgeben“, zeigt sie ihr soziales Gesicht und ist dabei ganz transparent unterwegs. Wichtig sei ihr, dass die Firmen zu ihr und ihrem Engagement passen.

Julia grenzt sich bewusst von pflegepolitischen Themen ab und sieht auch ihre Einflussnahme nicht im politisch-parlamentarischen Raum. Sie hat sich entschieden, sich nicht an politischen Debatten zu beteiligen und auch auf ihren Kanälen keine Parteipolitik zu betreiben: „Ich sehe hier nicht meine Stärke und möchte auch meinen persönlichen Frieden bewahren. Ich biete auch so schon genug Angriffsfläche durch meine Optik.“

„Und plötzlich war ich da. Quasi vom Zufall zur digitalen Stimme.“

Julia Förster

Generell liebt sie den Austausch und die vielen Meinungen – gerade auf Facebook. Es gebe aber auch Tage, an denen sie „blöde Kommentare nicht erträgt“ und dann auch keine Diskussionen anfängt. Die in mehrerer Hinsicht außergewöhnliche Pflegefachfrau nutzt ihre Social-Media-Präsenz an guten Tagen aber auch, um Vorurteile abzubauen und Widerstandsfähigkeit gegenüber „Hate Speech“ zu zeigen.

Julia sieht ihre Einflussnahme primär im gesellschaftlichen und beruflichen Diskurs.

Sie möchte das Image der Pflege von innen heraus stärken, Missstände klar benennen, sich dabei aber nicht in (politischen) Grabenkämpfen verlieren.

Zwischen Station und Berufspolitik

Auf Social Media war Jenny Kuhnert ursprünglich als Food-Bloggerin unterwegs. Ihr persönlicher Wendepunkt dort war die Erfahrung mangelnder Vereinbarkeit von Familie und Beruf nach ihrer Elternzeit, die nach einem unsensiblen Fehlzeitengespräch zu ihrer Kündigung führte. Nach einer Phase als Leasing-Gesundheits- und Krankenpflegerin kehrte sie zu ihren Ursprüngen an die Charité zurück – motiviert durch einen Kulturwandel unter der neuen Vorständin Personal und Pflege, Carla Eysel. Heute hat sie neben ihrem Stationsalltag am Deutschen Herzzentrum der Charité (DHZC) als Corporate Influencerin ein festes Zeitkontingent für die Pflege ihres Accounts – und damit die Möglichkeit, auf ihrem Privatprofil zu zeigen, was Pflege trotz schwieriger Rahmenbedingungen leistet. Sie ist am DHZC aber auch für den neuen Account ihrer Station verantwortlich, in dem es nicht um sie als Person geht, sondern ums Team und seine Arbeitswelt.

Jennys Motivation speist sich aus der persönlichen Negativerfahrung und dem Wunsch nach Veränderung. „Zuerst diente das Posten dazu, die eigenen Erfahrungen zu verarbeiten und zu lernen, wie die Profession Pflege besser für sich selbst einstehen kann“, erinnert sich die Pflegefachfrau an ihre Anfänge. Mit der Pandemie ist auch die Reichweite ihres Profils rasch gestiegen – wie bei vielen ihrer Pflege-Influencer-Kolleginnen. Mit heute über 20 000 Followerinnen bei Instagram und mehr als 7 100 Followerinnen bei LinkedIn will sie die Begeisterung, die sie für ihren Beruf empfindet, weitergeben und zusätzlich „niedrigschwellig“ pflegerische Inhalte aufbereiten – insbesondere für Pflegeazubis, neue Kolleginnen und Pflegeassistenzen. Ihr liegt besonders daran, dem künftigen Pflegenachwuchs und denjenigen, die sich allgemein für Pflege interessieren, einen authentischen Einblick in den Berufsalltag zu gewähren.

Die Profession stärken

Ein weiteres wichtiges Anliegen ist Jenny, die Profession Pflege zu stärken und die Distanz zur tatsächlichen Berufspolitik zu verringern. Dafür geht sie mit gutem Beispiel voran und ist Landesbeauftragte für Berlin und Brandenburg in der Deutschen Gesellschaft für Fachkrankenpflege und Funktionsdienste (DGF e.V.). Zudem ist sie Mitglied im DBfK, im Bochumer Bund und freiwilliges Mitglied in der Pflegekammer NRW.

Im Gegensatz zu Julia möchte sie auch Themen wie die Wichtigkeit der Pflegekammern nach außen tragen und nutzt ihre Reichweite für solche Posts. „Wir haben gerade an der Stelle, was Pflegekammern sind und was sie für die alternde Gesellschaft leisten können, einen eklatanten Wissensmangel – selbst in unserer eigenen Profession. Kammern sind notwendig, um die Versorgung sicherzustellen“, erklärt Jenny. Für sie ist es wichtig, sich auch berufspolitisch zu äußern. „Das habe ich schon vor meiner jetzigen Tätigkeit gemacht, meine Community kennt das von mir seit Beginn. Die Postings kommen nicht bei allen gut an, das war aber auch nie mein Ziel“, bekennt Jenny. Ihr liegt jedoch viel daran, sich immer so zu äußern, wie sie es möchte, und das Image der Pflege in der Gesellschaft zu korrigieren. „Ich bekomme auch zurückgespiegelt, dass das gut ankommt, weil meine Community und die Gesellschaft sehen, wie selbstwirksam wir sein können. Meckern allein verändert nichts. Pflege geht uns alle an“, sagt sie. Durch ihr Vorgehen auf Social Media will sie Kolleg*innen motivieren, sich ebenfalls zu engagieren.

„Wir haben einen Wissensmangel: Pflegekammern sind wichtig, um die Versorgung sicherzustellen.“

Jenny Kuhnert

Sie sieht ihren Einsatz als Werkzeug, um auf verschiedenen Ebenen Wirkung zu erzielen. Jenny nutzt Social Media als Hebel, um zwischen der Managementebene, dem Pflegenachwuchs und der Gesellschaft eine Brücke zu bauen, Informationen weiterzugeben und die Profession Pflege aus der „Opferrolle“ in eine gestaltende, politisch aktive Position zu führen.

Mission Sichtbarkeit

Wer bei dem Begriff „Influencer“ an oberflächliche Werbung denkt, irrt auch bei Dominik Stark gewaltig. Seine Inhalte sind zu 90 Prozent non-profit. Es geht ihm um Empowerment für Kolleg*innen und um die Sichtbarwerdung der Profession, speziell von Bereichen wie der Notaufnahme oder Intensivstation, die für Außenstehende oft eine Blackbox bleiben. „Mir ging es immer darum, den Beruf authentisch nach außen zu tragen und pflegefachliche Inhalte einfach zu erklären“, erklärt er. Sein Ziel: der Profession „Berufsstolz“ einzuhauchen.

Das Social-Media-Engagement begann bei Dominik, wie bei so vielen, zur Zeit der Corona-Pandemie. Während draußen über Impfquoten debattiert wurde, arbeitete er auf den Intensivstationen der Uniklinik Köln, dort, wo die Krise am greifbarsten war. Die mediale Darstellung seines Berufsstandes zwischen Mitleid und Klatschen frustrierte ihn. Als der Kölner Stadt-Anzeiger Pflegekräfte aufrief, ihre Realität per Video zu teilen, kam er diesem Aufruf nach und schickte das Video anschließend ab. Was dann geschah, glich einem digitalen Märchen: drei Wochen Stille, dann eine SMS von ProSieben. Sein Video landete in der Sendung von Joko & Klaas. „Über Nacht hatte ich mehrere hundert Nachrichten. Mein Account gewann weitere Followerinnen“, erinnert er sich. Dieses Momentum war sein persönlicher Startschuss für eine Reise, die ihn von der direkten Patientenversorgung bis in den Vorstand der Pflegekammer NRW führen sollte. Mit zunehmender Zahl an Followerinnen nutzte der sympathische Fachkrankenpfleger seine Reichweite, um auf „den Pflegeberuf per se, Missstände im Gesundheitswesen, aber auch die schönen Seiten meines Traumberufs aufmerksam zu machen“. Er postete von Anfang an hauptsächlich berufspolitische Inhalte oder pflegefachliche Themen wie Facts zur Intensivpflege. Er ist sich sicher, dass das auch ein Grund war, „dass ich am Ende in den Vorstand der Pflegekammer NRW gewählt wurde“.

Schon die Uniklinik Köln erkannte Dominiks Potenzial und machte ihn kurzerhand zum ersten Corporate Influencer (CI) des Hauses – im Übrigen auch der erste CI in Deutschland in einem Maximalversorger dieser Dimension. In enger Zusammenarbeit mit der Unternehmenskommunikation und der damals frisch eingestellten Social-Media-Managerin erstellte er Inhalte, die so authentisch waren, dass sie Früchte trugen: „Es gab Momente, da saßen Leute im Bewerbungsgespräch und sagten, dass sie bei mir gesehen haben, wie vielseitig der Pflegeberuf ist und welche Abteilungen es am Uniklinikum Köln gibt.“ Er blickt gerne an die Zeit zurück, weil sein damaliger Arbeitgeber „vorbildlich“ war und ihm schon damals einen Bürotag als Freistellung für seine Tätigkeit als Corporate Influencer eingeräumt hat.

Ein hochpolitisches Ehrenamt

Trotz seiner Reichweite von fast 50 000 Follower*innen auf Instagram und knapp 10 000 auf LinkedIn – seinen beiden erfolgreichsten Kanälen neben seinem eigenen Podcast – bleibt er realistisch: „Social Media allein verändert die Welt nicht.“ Er nutzt seine Plattform, um gegen Fake News zu kämpfen und für die Beteiligung in demokratischen Strukturen wie der Pflegekammer zu werben. Sein Credo: „Nutzt die demokratischen Mittel!“ Wie sein Weg zeigt, ist die Pflege nicht nur ein Job am Bett, sondern ein hochpolitisches Ehrenamt, das Sichtbarkeit verdient – offline wie online. Seiner Erfahrung nach kann gerade der persönliche Kontakt durch nichts ersetzt werden.

So kam er übrigens auch zur Pflegekammer. Er berichtete 2021/2022 kritisch über Missstände und unterstützte offen die Streiks an der Kölner Uniklinik. „Ich habe damals auch einen kritischen Post zum Errichtungsausschuss gemacht“, erinnert er sich. Sandra Postel antwortete ihm auf Instagram, diskutierte mit ihm konstruktiv und lud ihn ein, sich aktiv in der Kammer zu beteiligen und so die Änderungen mitzugestalten. Das brachte ihn schließlich dazu, nicht mehr nur von außen zu kommentieren, sondern selbst Verantwortung zu übernehmen.

„Social Media allein verändern die Welt nicht. Nutzt die demokratischen Mittel und beteiligt euch!“

Dominik Stark

Heute sitzt er im Vorstand der Pflegekammer Nordrhein-Westfalen – ein „junger Frischling“ zwischen Nachtschicht und Gesundheitspolitik. „Ich habe hier in der Pflegekammer NRW auf einmal völlig neue Einblicke in die Gesundheitspolitik und die Profession Pflege bekommen. Meine Beiträge haben sich schon allein deshalb verändert, weil ich erst durch die Vorstandsarbeit in der Kammer verstanden habe, woran es liegt, dass das System so ist, wie es ist. Vorher habe ich meine Postings allein aus fachpraktischer Sicht gestaltet“, erklärt die engagierte Pflegefachkraft. Dominik ist sich sicher, dass er – trotz immer wieder geäußerter Kritik – als Vorstandsmitglied, das nach wie vor im Dreischichtsystem arbeitet, eine neue und authentische Perspektive auch in die Kammerarbeit bringen kann. „Ich bin trotz des ehrenamtlichen Kammerengagements immer noch da, wo die Kolleg*innen sind: auf Station.“

Er appelliert an seinen Berufsstand: „Pflege wird Verhandlungsmasse, weil sie es nicht schafft, für sich selbst zu sprechen. Unser Gesundheitssystem ist auf Kammern ausgelegt. Wenn wir im Rahmen der Selbstverwaltung als Profession mitbestimmen wollen, geht das nur über Kammerstrukturen.“ Der erste Schritt wäre, zu partizipieren und mitzugestalten.

Auch Dominik hat Erfahrungen mit „Fake News“ und „Hate Speech“ gemacht und beklagt vor allem die fehlende Kommunikationsbereitschaft der Kammergegner, die er immer wieder am eigenen Leib erlebt hat. Das motiviert ihn am Ende aber noch mehr, diesen mit harten Fakten auf seinen Accounts entgegenzutreten und weiterhin berufspolitischen Content zu erstellen. Trotz des Erfolgs bleibt Dominik sich treu. Sein Account gehöre weder einem Klinikmanagement noch der Kammer. Er ist und bleibt die Stimme aus der Praxis – jemand, der morgens aus dem Nachtdienst kommt und nachmittags politisch für bessere Strukturen kämpft, auch wenn er wie seine Kolleg*innen manchmal erschöpft und ausgelaugt ist.


Mehr zum Thema