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Hürden bei der Medikamenteneinnahme

Arzneimittelsicherheit im Alter

|von Alena Kunter

Schwierigkeiten bei der selbstständigen Anwendung von Medikamenten sind im Alltag häufig – Zweck und Nutzen ihrer Medikamente kannten jedoch die meisten Befragten einer aktuellen Studie der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen und des Universitätsklinikums Essen. Diese hatte 102 Menschen ab 70 Jahren untersucht, die regelmäßig mindestens fünf verschiedene Medikamente einnahmen. Ein Fünftel gab an, dass […]

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Schwierigkeiten bei der selbstständigen Anwendung von Medikamenten sind im Alltag häufig – Zweck und Nutzen ihrer Medikamente kannten jedoch die meisten Befragten einer aktuellen Studie der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen und des Universitätsklinikums Essen.

Diese hatte 102 Menschen ab 70 Jahren untersucht, die regelmäßig mindestens fünf verschiedene Medikamente einnahmen. Ein Fünftel gab an, dass Medikamente bereits ausgegangen waren, fünf Prozent hatten Arzneimittel verwechselt. Besonders problematisch waren Augentropfen: Rund 40 Prozent der Teilnehmenden nannten sie als schwierig in der Anwendung. Knapp 20 Prozent berichteten zudem über Probleme beim Öffnen von Medikamentenverpackungen. Die Ergebnisse machen deutlich, dass die Arzneimitteltherapiesicherheit nicht allein von einer passenden Verordnung abhängt. Sehbeeinträchtigungen, eingeschränkte Feinmotorik oder nachlassende Gedächtnisleistung können die korrekte Einnahme erschweren.

Für die geriatrische Versorgung heißt das: Praktische Hürden beim Medikamentenmanagement sollten gezielt angesprochen und berücksichtigt werden. Weitere Forschung soll klären, welche Unterstützungsmaßnahmen Medikationsfehler wirksam vermeiden können – gerade bei der Einnahme mehrerer Arzneimittel.


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